10 Tipps für erfolgreiche iPad-Anzeigen
29-Mrz-2012 Der Springer-Verlag hat in einer Grundlagenstudie die Wahrnehmung und Wirkung
interaktiver iPad-Anzeigen erforscht. So beschäftigen sich Nutzer mit interaktiven iPad-
Anzeigen (im Durchschnitt 15,9 Sekunden) fast fünfmal länger als mit statischer iPad-
Werbung (3,3 Sekunden). Aus den Studienergebnissen hat der Verlag folgende
Learnings abgeleitet:
10 Tipps für erfolgreiche iPad-Anzeigen!
1. Nur Anzeigen mit klarem Branding zahlen auf die Marke ein. Für eine klare Ab-
senderkommunikation muss das Branding sofort erkennbar sein, also entweder
groß genug, zentral im Blickverlauf oder im Corporate Design gestaltet sein.
2. Nicht jeder nutzt die Interaktionen: Auch der flüchtige Betrachter sollte eine
Markenbotschaft mitnehmen.
3. Interaktionen können ihre volle Wirkung nur entfalten, wenn sie auch sichtbar und
als solche erkennbar sind.
4. Interaktionen können ihre volle Wirkung nur entfalten, wenn sie intuitiv verständlich
sind. Da es derzeit noch keine allgemeingültigen Symbole und Icons dafür gibt, die
eine sofortige Decodierung ermöglichen (Fehlererwartungen/-bedienungen frustrie-
ren!), müssen Incons und Symbole schnell erfassbar sein - entweder durch eindeu-
tige Codes oder textliche Hinweise.
5. Weniger ist mehr: Zu viele Elemente (interaktive und statische) überfordern die
Aufnahmekapazität des Nutzers.
6. Aufgezwungene Interaktionen irritieren und führen im Extremfall zu Ärger und
Abwendung, die auf den Absender (Marke) übertragen werden. Interaktive Angebote
müssen Steuerungstools zur selbst bestimmten Nutzung werblicher Inhalte bieten
(Pull statt Push), etwa durch Navigationsleisten in Videos. Anwendungen sollten
nicht von alleine starten.
7. Ein reibungsloser Nutzungsflow ist eine Grundvoraussetzung. Fehler in der Navi-
gation und bei technischen Abläufen frustrieren.
8. Unausgereifte Anzeigen-Features beeinträchtigen die erlebte Technikkompetenz
der Automarke.
9. Videos sind keine Selbstgänger - sie müssen schon "was bieten"
10. Interaktionen ohne Auto-Bezug drängen die (Wahrnehmung der) Marke ins
Abseits.
Studiensteckbrief: In der Blickverlaufsstudie (Eyetracking) wurde des Verhalten von 95 Männern
(iPad-Besitzer und Nutzer der "Auto Bild"-Marken in Print, Online und App) an einem speziellen neuen
iPad-Testgerät erhoben, beobachtet, befragt und anschließend diskutiert. Basis dafür waren "Auto Bild"-
Test-Apps mit neun Anzeigenmotiven - in jeweils interaktiver und statischer Variante. Axel Springers
Marktforschung wurde bei der Studie unterstützt vom Kölner Beratungsunternehmen Phaydon.
Quellen: Axel Springer Marktforschung, Horizont


